Damit Mehl über einen längeren Zeitraum haltbar ist,
muß die ölhaltige Schale vom Mehlkörper getrennt werden.
So entsteht das Weißmehl. Lange wußte man nicht, daß
das isolierte Weißmehl kaum bis gar keine Vitalstoffe wie Mineralien
und Vitamine enthält, und freute sich über die feinen Mehlsorten,
die überaus lange Haltbarkeit des Mehls und die ausgefeilte Müllerskunst.
Über die gesundheitlichen Wirkungen machte man sich lange keine Gedanken,
weil kein Zusammenhang zu bestimmten Krankheiten gesehen wurde.
 Erst
Prof. Dr. Kollath und Dr. Schnitzer brachten durch die wissenschaftlichen
Untersuchungen von Prof.. Proell das volle Korn wieder in den Mittelpunkt
gesunder Ernährung. Aus der Erkenntnis, daß nur frisch gemahlenes
Getreide alle Wertstoffe enthält, die der Organismus zur Gesunderhaltung
braucht, entwickelte der Zahnarzt Dr. J. G. Schnitzer in den 60er Jahren
die erste Haushaltsgetreidemühle.
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| Unbestritten bleibt die Müllerskunst mit den Errungenschaften
der neuen Mahltechnologien, die feinste Mehlsorten, Kleie und Gries kreieren.
Unbestritten auch, daß neue Mahltechniken das Getreide schonender
in seine Bestandteile zerlegen können. Jedoch steht die Bewertung isolierter
Getreidebestandteile diametral zu den Erkenntnissen der Vollwertkost, die
proklamiert, daß Lebensmittel nur in Ihrer Ganzheit konsumiert auch
einen unverzichtbaren Beitrag zur gesunden, vollwertigen Ernährung
leisten. |